Manchmal fragst du dich warum am Anfang schon das Ende steht...

Ja, so kann mans ausdrücken, wobei die korrekte Fassung wäre warum das Ende noch VOR dem Anfang steht.

 

Als ich die letzten Tage hier rein geschrieben habe, da sprach ich schon von der schlechten Lage in der Schule, die ich mir natürlich selber eingebrockt habe. Und ich sprach von "Keine Ahnung wie ich das wieder können kann was ich einst konnte." Jetzt ist es womöglich schon zu spät. Die Arbeiten sind geschrieben und die Mathe 5 zurück. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich das auch Spanisch nicht besser wird. Und doch will ich noch nicht glauben das es schon vorbei sein soll. Will nicht glauben das es keine Hoffnung mehr gibt.

Ich hab es gestern geschafft wieder zu lernen. Es war auch noch sau einfach. Die Vokabeln die ich sonst nie rein bekam, waren in Sekundenschnelle im Kopf. Wirklich im Kopf. Es ist also mal wieder nicht das ich nicht könnte. Aber warum kommt das jetzt erst? Hinterher erst. Wo es schon vorbei ist. ... Und schon wieder kann ich das nicht glauben. Ich kann nicht glauben das es keine Möglichkeit mehr gibt. Das man nicht doch noch irgendwie unter mords Arbeit noch etwas raus reißen kann. Das geht nicht in meinen Kopf. Und wenn ich ehrlich bin habe ich noch nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil. Ich glaube ich habe gerade erst meinen Kampfgeist wieder gefunden, wackelig, aber er steht und ich habe alles was ich brauche um ihn richtig hinzustellen.

Ich saß vor dieser Klausur und obwohl ich schon mehr konnte, fiel mir einfach nichts mehr ein. Als hätte man mich nach zwei Stunden Spanisch einen Text schreiben lassen. Das amüsante daran ist: Nichtmal das was man in diesen zwei Stunden lernt konnte ich noch. Klar, jetzt weiß ichs wieder. Ich konnte merken wie die Klinge auf dem Schafott nieder saust und mir gerade im Moment den Kopf abhackt. Ich konnte es fast schon sehen. Sehen wie die Träume so vom Wind davon getragen werden. JA. Träume. Und genau das ist der Punkt warum ich nicht aufgeben werde.

Seid knapp einem Jahr hab ich nicht mehr wirklich gewusst wie man sowas hat. Mein Leben lang war ich ein Mensch gewesen der immer irgendwelche Ziele hatte und lauter Träume noch dazu. Wenn man mich beschrieb war das sogar ein wesentlicher Teil von mir. Vor 2 Jahren ist das verloren gegangen, in nur wenigen Monaten, was mich bis dato Jahrelang begleitet hatte. Da ich es immer hatte wusste ich nicht wie an sich selbst dazu bringt. Es war also einfach weg. Und ich stand da, verloren und schockiert, frustriert, wütend über mich selbst und schlichtweg bis aufs Letzte ratlos. Ich hatte mich förmlich zum genauen Gegenteil gewandelt. Nun gehörte es zu meiner Beschreibung, dass ich eben keine Träume ud Ziele mehr hatte, garkeine. Sie reichten gerademal bis in die Gegenwart. Die Vergangenheit plagte mich, während die Zukunft mir egal war und ich nur noch damit beschäftigt war die Gegenwart so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Ihr seht den Wandel und auch die Risiken und Gefahren darin.

Aber das hat sich geändert. Als ich auf diese Schule kam haben sich ein paar Dinge an meiner momentanen Situation geändert die auch letzten Endes mich wieder verändert haben: Zunächst einmal war nicht mehr alles so hoffnungslos. Ich saß an der Quelle doch noch alles zu erreichen wenn ich das wollte, wenngleich ich das zwr wusste aber noch nciht wirklich realisiert hatte was das bedeutet. Ich war zu sehr daran gewöhnt das es das eben NICHT gibt. Und ich war unter anderen Leuten. Da waren nicht diese Leute bei denen man immer dazu gezwungen war bereit zu sein um sich zu schlagen, denen alles egal ist etc... Denn die hatten selber Ziele und Träume und diese Leute waren endlich mal welche die dachten und verstanden wie ich. Dem zu Folge verstanden sie auch mich. Das war ich nicht gewöhnt. Es brauchte eine Weile bis ich damit umgehen konnte, aber am Ende haben sie doch gewonnen und sind meine Freunde geworden. Gute Freunde. Wirkliche Freunde. Zum erlsten Mal sehe ich die Bedeutung des Wortes "Freund", so wie man das eigentlich verstehen sollte bestätigt. Ganz besonders Jenny ist jemand, der wirklich für mich da ist, dem tatsächlich NICHT egal ist ob es mir schlecht geht und ob ich den Bach runter gehe. Es ist jemand da der mich gern hat, mich gern bei sich hat und der wirkliches Interesse an meinem Leben und mir hat. Ich weiß es klingt komisch wenn ich sage das kannte ich so nicht, aber so ist es.

Und als ich dann nicht mehr alleine war, man hier zu Hause - seltsamer Weise - aufhörte dauernd auf mich zu schießen, als ich irgendwann langsam begann zu begreifen was ich plötzlich für Möglichkeiten habe, dass all meine damaligen Träume wieder wahr werden könnten, da kamen sie auch wieder. Andere Träume, aber ich habe wieder angefangen zu träumen. Und mit den Träumen kamen auch die Ziele wieder. Ich hatte es nur nicht gemerkt. Und während ich angefangen hatte zu träumen ohne es zu merken, richteten sich instinktiv meine Interessen auch mehr auf die Schule. Mehr und mehr musste ich feststellen, das ich die Möglichkeiten, die ich gerade am erkennen war, die Träume die ich gerade begann zu träumen wieder zerschossen hatte, noch bevor ich überhaupt merkte, dass sie da waren.

Aber ich weigere mich sie wieder her zu geben. Ich WILL das nicht. Ich habe noch knappe 4 Wochen oder? Es ist recht aussichtslos, aber wer sagt denn dass es unmöglich ist mit mündlicher Mitarbeit und Referaten, wenn ich den Lehrern erkläre das es mir ernst ist - und das werden sie merken - dass ich dann nicht doch noch retten kann was ich habe? Wer hat das gesagt? Egal, denn wer auch immer das sagen würde es würde mich nicht interessieren. Man hat mir mal gesagt ich war als Kind sehr ehrgeizig. Als ich meine Jacke nicht zu bekam, habe ich mir um keinen Preis helfen lassen und es ne viertel Stunde lang immer weiter verbissen versucht bis es geklappt hatte. So war ich mit allem. Normal schobse ich die Vergangenheit weg, aber in diesem Punkt heißt es zurück zu kehren. Und das werde ich tun. Ich werde mir holen was ich will und das ist diese verfluchte Versetzung.

Wie sagt man so schön?

"I'm back!" 

15.5.07 10:50
 


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